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Trio Helbock-Dietrich-Vogel gewinnt bei „New Generation“
Nicht weniger als 66 Bands hatten sich für den diesjährigen „New-Generation“-Nachwuchswettbewerb beworben, der auch heuer von den Straubinger Jazzfreunden gemeinsam mit dem BR durchgeführt wurde. Damit stieg die Zahl der Bewerbungen auf Rekordniveau. Auf ebensolchem bewegte sich auch die musikalische Qualität der sechs Endausscheidungs-Formationen, die durch die Vorauswahl einer Jury am Freitag und Samstag im Straubinger „Alten Schlachthof“ um den ersten Preis des Wettbewerbs und damit um einen Auftritt bei der diesjährigen Ausgabe des renommierten Festivals „Jazz an der Donau“ im Juli kämpften.
Bereits am Freitagabend konnte das Trio um den Kölner Pianisten und Komponisten Bejamin Schaefer mit Robert Landfermann am Kontrabass und Jonas Burgwinkel am Schlagzeug durch eine selten zu hörende kammermusikalische Tiefe und kreative Eigenkompositionen beeindrucken. Dennoch reichte es für Schaefer nur zum zweiten Platz. Denn völlig zu Recht entschied sich die siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz des Leiters des Bayerischen Jazzinstituts in Regensburg, Richard Wiedamann, dann doch für ein vorarlberger Trio, bestehend aus dem Pianisten David Helbock, dem Kontrabassisten Lucas Vincent Dietrich und dem Schlagzeuger Marc Vogel. Diese österreichische Formation spielte in Sachen Innovation, Originalität und Reife im Rahmen des Wettbewerbs in einer eigenen Klasse. Das gilt sowohl für die raffiniert strukturierten und oft auch humoristisch angehauchten Eigenkompositionen, als auch für die Ausführung der Stücke. Gerade in den Kollektiv-Improvisationen zeigte sich die bestechende Ausgereiftheit des Trios, das in seiner kammermusikalischen und doch kollagenartigen Schaffensweise stilistisch in keine Schublade zu stecken ist. Stefan Rimek
Ausschnitte aus den Auftritten aller Endausscheidungs-Formationen sendet der Bayerische Rundfunk am Samstag, 13. Mai von 0.05 Uhr bis 2 Uhr morgens im Rahmen der „Radio-Jazznacht“ im Hörfunkprogramm Bayern 2.